Weshalb ein Eurasier

Eurasier Ex lupa Nigra

Vor langen Jahren, so ca. 20 , wurde mir in einer befreundeten Familie eine mir bis dahin völlig unbekannte Hunderasse vorgestellt. Es sah ein wenig aus wie ein Spitz, aber auch wie ein Chow-Chow und noch ein bisschen anders. Es handelte sich um einen Eurasier, den ich als kinderfreundlich, ruhig, ausgeglichen, wachsam, Fremden gegenüber zurückhaltend, der eigenen Familie aber absolut ergeben erlebte. Dieser Hund blieb ohne Probleme alleine zuhause, fuhr gerne mit in den Urlaub, kurz war völlig integriert im Alltag seiner Familie. Diese Rasse setzt sich, wie mir erklärt wurde, aus den Ursprungsrassen Wolfsspitz, Chow-Chow und Samojede zusammen. Sogar der Verhaltensforscher Konrad Lorenz hatte so einen Hund um sein Verhalten zu studieren.

Damals entstand in mir der Wunsch einmal einen solchen Hund besitzen zu dürfen. Mir wurde jedoch mitgeteilt, dass es noch sehr wenige Nachkommen dieser Rasse und lange Wartelisten gäbe.

Im Jahr 2000 habe ich mich dann auf diesen Hund rückbesonnen. Mein Mann und ich waren im Begriff eine Familie zu gründen, was lag da näher als sich nun auch um einen Familienhund zu kümmern…… Gesagt, getan, dank Internet lassen sich heute viele Informationen schneller erreichen und die Welpenvermittlung des EKW in Wolfach hatte uns in ihre Kartei aufgenommen. In einem halben Jahr sollte es soweit sein, da die Eurasierzucht nicht auf Bestellung und nur von wenigen Menschen in der Familie betrieben wird. Um gesunde Nachkommen zu ermöglichen sind strenge Auflagen zu erfüllen. Seit November 2000 lebt nun die schwarze Eurasierhündin „Antonia von der Trausnitz“ bei uns. ( Bild von der Wiese einfügen) Entgegen allen Warnungen harmonieren wir wunderbar miteinander. Trotzdem es heisst, Eurasier seien nicht ganz einfach zu erziehen, ist es uns auch als Ersthundebesitzer gelungen aus Antonia einen jederzeit gesellschaftsfähigen Hund zu machen (wahrscheinlich war sie es von Anfang an). Und trotz aller Bedenken einen Hund in einer Etagenwohnung in einer Großstadt und bei berufstätigen Menschen leben zu lassen, ist Antonia gesund, ausgeglichen und muss sich auch nicht an unseren Möbeln abreagieren. Wir verbringen jeden Wochentag mindestens 3 Std mit unserem Hund im Freien (am Wochenende und im Urlaub natürlich mehr) und haben bereits viele gleichgesinnte Menschen kennengelernt. Antonia ist mit uns auf die Kanaren geflogen und kennt die Bergwelt Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Sie macht Urlaub im 5-Sterne Hotel, aber auch im Wohnwagen. Gerne verbringt Sie auch Urlaubstage bei Ihrer Mutter in Landshut oder Sommernachmittage im kühlen Schatten in Nachbars Garten. Für uns ist diese Rasse die absolute Bereicherung und gerne würden wir hören, was unser Hund über uns sagen würde…..

Ein Eurasier ist gut, zwei Eurasier sind besser…. Das haben wir oft gehört und auch erlebt; nordische Hunde sind verträglich mit allen Hunderassen, haben sie die Auswahl, wählen sie die Gesellschaft ihrer eigenen Verwandten. Somit haben wir für unsere Familienvergrößerung die eigene Zucht gewählt. Antonia wurde bereits 2002 gekört, d.h. zur Zucht zugelassen und nun steht auch ihr Bräutigam fest. Sollte alles klappen werden wir zu Ostern einen Wurf Eurasierwelpen aufziehen und mit einem Nachkommen daraus unseren Zwinger „Ex Lupa Nigra“ begründen.